Fakten über Honig

Allgemeines über den Honig:
  • jede Honigsorte hat eine andere Zusammensetzung, weil die Bienen viele unterschiedliche Pflanzen im Jahr anfliegen
  • zuerst ist der Honig Nektar, weil die Bienen den Nektar aus den Blüten mit einem hohen Wasseranteil in den Bienenstock tragen. Im Bienenstock wird der Wassergehalt des Nektars auf unter 21% reduziert. Dafür tragen die Bienen den Nektar mehrmals in den Waben um, unterstützend wirkt Wärme und die Flügelbewegung der Bienen
  • der Hauptanteil des Honigs besteht aus Zucker (ca. 70% Frucht- und Traubenzucker, ca. 5% Rohrzucker), ca. 20% Wasser und ca. 5% Zusatzstoffe siehe unten in der Inhaltsstoffauflistung
  • wenn die Bienen im Frühjahr auf die Robinie fliegen, ist viel Fruktose enthalten und dadurch wird der Honig sehr langsam fest
  • beim Rapshonig ist das anders, dort ist der Glukoseanteil höher und so kristallisiert der Honig schneller und ist fester
  • im Sommer fliegen die Bienen auf die Linde und der Honig wird schneller durch die Glukose fest
  • gekaufter Honig soll nicht über 21% Wasser enthalten, sonst fängt er an zu gären

Erkennen von Honigsorten:

Honigsorten Farbe im füssigen Zustand Farbe im kandierten Zustand
Obstblüte-Honig blassgelblich – gelb gelb
Löwenzahn-Honig blassgelblich – gelb gelb – leicht grünlich
Raps-Honig hellgelb weißlich wie Schmalz
Klee-Honig wasserhell bis schwach gelblich hellgelb
Akazien-Honig (Robinie) wasserhell bis leicht gelblich hellgelb
Linden-Honig zart gelblich leicht grünschimmernd gelblich – grün
Kornblumen-Honig gelblich – grünschimmernd gelb – goldgelb
Ahorn-Honig gelblich
Fenchel-Honig grünbraun
Buchweizen-Honig bräunlich
Heide-Honig hell rötlich bis gelb-bräunlich goldbraun
Fichten-Honig dunkelrot – braun braun – braunschwarz
Weißtannen-Honig dunkelbraun bis grün schwarzgrün – grau – schwarzbraun

Geschmack von Honigsorten:

Honigsorten Geschmack
Obstblüte-Honig süß, zart aromatisch
Löwenzahn-Honig stark ausgeprägt
Raps-Honig süß, krautig bes. mild
Klee-Honig aromatisch zartlieblich
Akazien-Honig (Robinie) mildes und sehr angenehmes Aroma
Linden-Honig süß, zuweilen etwas steng, lieblich
Heide-Honig stark aromatisch, würzig-schwach bitter, kräftig herb
Fichten- / Weißtannen-Honig mit leichtem, angenehmen Beigeschmack von Harz, würzig, mallzähnlich nicht so süß wie Blühtenhonig

Lagerung von Honig:

    • Honig möglichst in einem dunklen Schank gelagern
    • der Deckel des Honigglases soll fest schließen, damit die Luftfeuchtigkeit den Honig nicht zum Gären bringt
    • bei der Honigentnahme immer einen sauberen Löffel verwenden

Verwendung und Verarbeitung des Honigs:

    • Honig nicht über 40 Grad erhitzen, damit alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben
    • fester Honig kann im Wasserbad, aber nicht über 40 Grad, wieder verflüssigt werden

Wichtig: Honig nicht für Babys

  • Honig enthält ein Bakterium (Clostridium botulinum), das Babys bis zum Alter von 12 Monaten nicht vertragen, weil ihre Darmflora noch nicht ausgereift ist. Die Folge wären schwere Durchfälle.

Weitere Bestandteile des Honigs:

Enzyme

Werden von der Biene bei der Verarbeitung von Honig im Bienenstock zugesetzt

Beispiele: Glucoseoxidase, Phoshatase, Invertase, Diatase, Amylase und weitere

Hauptenzyme:

    • Glucoseoxidase spaltet den Traubenzucker zu Wasserstoffperoxid und Gluconsäure

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • antibakteriell
  • verdauungsfördernd

Spurenstoffe / Mineralstoffe

Eisen- und Kaliumgehalt ist im Honigtauhonig meist höher und Calcium ist oft reichlicher im Blütenhonig eingelagert

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • bei der Reizweiterleitung der Nerven und der Muskelkontraktion ist Kalium und Natrium beteiligt
  • bei der Knochenbildung wird Calcium und Phosphor gebraucht
  • für den Energiestoffwechsel ist Magnesium ein wichtiger Bestandteil der Enzyme und verhindert, dass sich Calcium in den Blutgefäßen ablagern kann
  • Blutfarbstoff Hämoglobin enthält Eisen
  • aus der Nahrung wird mit Hilfe von Zink, einem Bestandteil von Enzymen, Energie gewonnen
  • Schwefel ist in Aminosäuren enthalten

Aromastoffe

Carbonsäure und Ester

Beispiele: Phenylessigsäureester, Aceton, Acetaldehyd, Isobutyraldehyd, Diacetyl und weitere ca.120 Duft- u. Aromastoffe

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • die Verdauung und der Appetit werden angeregt
  • das Immumsystem wird angeregt

Aminosäuren

Beispiele: Prolin, Glutaminsäure, Leucin/Isoleucin, Cystin, Serin, Phenylalanin, Asparaginsäure, Threonin, Alanin, Histidin, Glycin, Lysin, Valin und weitere

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • Aktivierung des Stoffwechsels
  • Bildung des roten Blutfarbstoffes wird unterstützt
  • braucht der Körper, um Zellen und Gewebe aufzubauen

Acetylcholin

Für die Reizleitung im Gehirn, im Nevensystem und in den Muskeln

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • durch Gefäßerweiterung sinkt der Bluthochdruck
  • die Verdauung wird angeregt
  • Herzschlaggeschwindigkeit wird gesteuert

Inhibine

Glucoseoxidase/Wasserstoffperoxid, Flavonoide, Hydroxibenzoate

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • bei Infektionen wird das Bakterienwachstum gehemmt

Vitamine

Beispiele: Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B2 Komplex, Vitamin B6, Vitamin H (Biotin), Nicotin, Pantothensäure, Folsäure und weitere

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • werden für alle Lebensvorgänge wie den Stoffwechsel und die Knochenstabilität benötigt

Antioxidantien

Beispiele: Polyphenole, Vitamin C, Beta Carotin

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • die Anzahl der freien Radikale wird gesenkt
  • gegen Geschwüre, Herzinfarkt und Schlaganfall

Zucker / Kohlenhydrate

Aufgrund der unterschiedlichen Pflanzenarten, die die Bienen anfliegen, setzen sich die verschiedenen Zuckerarten im Honig immer anders zusammen

Glucose / Traubenzucker: wechselt direkt vom Darm ins Blut

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

    • die Energie wird von Muskeln und Gehirn sofort umgesetzt, dabei wird Insulin benötigt

Fruktose / Fruchtzucker: wechselt langsam vom Darm ins Blut

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

    • Abbau auch in der Leber, dabei wird kein Insulin benötigt. Im Darm wirkt Fruktose schleimbildend und schützt dabei die Magen- und Darmschleimhäute

Mehrfachzucker / Oligosaccharide werden noch langsamer verdaut

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • im Darm wird das Wachstum probiotischer Mikroorganismen angeregt

Säuren

Beispiele: Gluconsäure, Äpfelsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Milchsäure, Phosphorsäure, Buttersäure, Ameisensäure und weitere

Aroma und Geschmack werden dadurch verändert

Die Haltbarkeit wird positiv beeinflusst

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • verdauungsfördernd
  • appetitanregend
  • durch ph-Wert Absenkung wirken Säuren antimikrobiell

Blütenpollen

Honig enthält in kleinen Mengen Blütenpollen

Pollen enthält Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamin A, B1, B2, B6, B12, C, D, E, K, Fermente, Mineralstoffe Ca, Mg, Na, P, und einige Spurenelemente wie Fe

Die Haltbarkeit wird beeinflusst

Auswirkung auf den menschlichen Körper:

  • aktiviert das Immunsystem des Darms
  • regt die Verdauung an

Wasser

Je weniger Wasser im Honig enthalten ist, desdo länger hält er sich und desdo intensiver ist der Geschmack.

Zurück zum Seitenanfang